LEXIKON für unsere Patienten
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ICD, ICD-O (Onkologie)
International normierte Klassifikation der Krankheiten. Dient der eindeutigen
Zuordnung von Erkrankungen und Todesursachen zum Beispiel auch in Krebsregistern
IFN
Interferon
Ikterus
Gelbsucht.
Ileostoma
Künstlicher Ausgang des unteren Dünndarms in der Bauchdecke;
z.B. bei nicht operierbarem Tumor des Dickdarms angelegt
Ileum
letzter Teil des Dünndarms
immunchemische Methoden
chemische Untersuchungsmethoden, bei denen Immunreaktionen (Antigen-Antikörper-Reaktion)
die Grundlage bilden
Immunglobuline
Eiweißstoffe, die als Antikörper in Blut, Gewebeflüssigkeiten
und Körpersekreten der körpereigenen Abwehr dienen
Immunhistologie
Untersuchung von Gewebe mit immunchemischen Methoden
Immunstimulation
Aktivitätsanregung des Immunsystems
Immunsuppression
Unterdrückung oder Abschwächung von Immunreaktionen
Immunstimulation
Aktivitätsanregung des Immunsystems
Immunszintigraphie
Nuklearmedizinische Untersuchungsmethode, bei der radioaktiv markierte
Antikörper gegen bestimmte Strukturen, z.B. Oberflächenmerkmale
von Tumorzellen, in die Blutbahn gespritzt werden. Die Regionen im Körper,
in denen sie sich anreichern, können mit einer Gamma-Kamera sichtbar
gemacht werden.
Immuntherapie
Behandlungsform, bei der solche Zellen oder Botenstoffe im Organismus
eingesetzt werden, die sich im Dienst der körpereigenen Abwehr befinden.
Damit soll eine Abwehrreaktion gegen das Tumorgewebe erzielt werden.
Immunzytologie
Mikroskopische Untersuchung von Zellen aus Abstrichen, Blut oder Gewebeproben
(Biopsien) mit Hilfe von markierten Antikörpern, die definierte Zellstrukturen
anfärben
IMRT
Intensitätsmodulierte Radio-Therapie; spezielle Form der Strahlentherapie,
bei der die Intensität der Strahlendosis innerhalb des Bestrahlungsfeldes
"moduliert" , d.h. dem Gewebe angepasst werden kann; verschiedene Bezirke
im Bestrahlungsfeld werden mit unterschiedlicher Intensität bestrahlt.
Damit kann den Tumor umgebendes, strahlenempfindliches gesundes Gewebe
besser geschont werden.
Indikation
Grund, eine medizinische Maßnahme zu ergreifen
indiziert
medizinisch sinnvoll, angezeigt
infiltrativ / invasiv
bei Tumoren: in das umliegende Gewebe einwachsend und dieses zerstörend
infiltrierendes Wachstum
einbrechendes und durchdringendes Wachstum eines Tumors im benachbarten
Gewebe
"informed consent"
zu Übersetzen ungefähr mit "informiertes Einverständnis".
Bezeichnet die Einwilligung eines Patienten in ein Diagnose- oder Behandlungsverfahren,
nachdem er ausführlich über alle Vor-und Nachteile sowie über
mögliche unerwünschte Wirkungen aufgeklärt wurde.
Infusion
intravenöse oder arterielle Zufuhr größerer Flüssigkeitsmengen,
meist tropfenweise
Initialtherapie
Erste Therapie nach Diagnose einer Erkrankung.
Injektion
Einspritzung von Medikamenten in den Körper.
Inkontinenz
Verschieden stark ausgeprägte Unfähigkeit, Harn oder Stuhl zu
halten
Inselzellkarzinom
von den Inselzellen (Gewebe"inseln", in denen Bauchspeicheldrüsenhormone
gebildet werden) der Bauchspeicheldrüse ausgehender bösartiger
Tumor
Instillation
Einbringen einer medikamentenhaltigen Lösung in einen Körperhohlraum
(z.B. Harnblase).
intestinal
zum Darm gehörend
interstitiell
im Zellzwischenraum liegend
interstitielle Radiotherapie
Sonderform der Strahlentherapie, bei der mittels Hohlnadeln die Strahlenquellen
computergesteuert an den Tumor herangebracht werden.
intrathekal
im Hirnwasser (Liquor)
intravenös
Verabreichung eines Medikamentes in eine Vene.
intravesikal
in die Harnblase.
invasiv
eingreifend; eindringend
Inzidenz
Häufigkeit der Neuerkrankungen, meist pro 100.000 Einwohner pro Jahr
Ionen
Positiv oder negativ elektrisch geladene Teilchen, die aus Atomen oder
Molekülen entstehen.
ionisierende Strahlen
kurzwellige, energiereiche Strahlen, die auch in der Natur vorkommen.
Therapeutisch werden 2 Arten genutzt: die Photonenstrahlung und die Teilchenstrahlung.
irreversibel
nicht umkehrbar
Irrigation
Spülung eines Hohlorgans (z.B. des Enddarms) mit einer medikamentenhaltigen
Lösung
ischämischer Insult
Schlaganfall,
Isotope
Atome mit gleicher Ordnungs- aber verschiedener Massenzahl, d.h. sie enthalten
im Kern die gleiche Anzahl von Protonen, nicht aber Neutronen und damit
das gleiche chemische Verhalten aufweisen.