LEXIKON für unsere Patienten
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Pädiatrie
Kinderheilkunde
Paclitaxel
Zytostatischer Wirkstoff, der aus der europäischen Eibe gewonnen
und erfolgreich in der Behandlung von Eierstock-, Brust- und Lungenkrebs
eingesetzt wird.
palliative Therapie
Therapie zur Linderung von Symptomen oder zur Verhütung von Komplikationen
bei unheilbaren Krebserkrankungen
Palpation
Tastuntersuchung
Pankreas
Bauchspeicheldrüse; produziert verschiedene Enzyme, die zur Verdauung
notwendig sind, Insulin und Glykagon.
Pankreaskarzinom
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Pankreatektomie
Operative Entfernung der Bauchspeicheldrüse
Papillomviren
Viren, die an Haut oder Schleimhäuten warzenartige Veränderungen
(Papillome) hervorrufen. Einige Arten von Papillomviren können zur
Entstehung von Krebserkrankungen z.B. des Gebärmutterhalses beitragen
PAP-Test
Benannt nach dem Anatomen Papanicolaou; standardisierte zytologisch-mikroskopische
Untersuchung von Abstrichen des Gebärmutterhalses und -mundes zur
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Die
Ergebnisse werden je nach Abweichung vom normalen Zellbild mit PAP-I -
PAP-IV bezeichnet.
paraneoplastisches Syndrom
allgemeine Krankheitssymptome im Rahmen einer Krebserkrankung, die nicht
unmittelbar vom Tumor, sondern durch Substanzen hervorgerufen werden,
die er absondert
Paraproteine
Monoklonale Proteine im Serum, die in ihrer Struktur Immunglobulinen oder
Fragmenten entsprechen, aber in der Regel als Antikörper funktionslos
sind. Meist Zeichen einer malignen Erkrankung von B-Lymphozyten bzw. Plasmazellen,
besonders bei multiplem Myelom.
Parästhesien
Missempfindungen im Bereich sensibler Nervenendigungen; z.B. Kribbeln,
Taubheitsgefühl, schmerzhaftes Brennen
parenteral
unter Umgehung des Magen-Darmtraktes; so bedeutet z.B. parenterale Ernährung
die Nährstoffzufuhr durch Infusionen.
partielle Remission
Remission, Teilrückbildung
pathogen
krankmachend
Pathologe
speziell ausgebildeter Arzt, der krankhafte Veränderungen von Körpergeweben
und Zellen genau beurteilen kann
pathologisch
krankhaft
PBSCT
Periphere Blutstammzelltransplantation
PDT
Photodynamische Lasertherapie
PE/Probeexision
Entnahme einer Gewebeprobe durch Herausschneiden
Peptid
Chemische Verbindung aus zu Ketten verknüpften Aminosäuren
Perfusion, regionale
Durchspülung, Durchströmung einer bestimmten Körperregion
mit Zytostatika.
perioperativ
vor, während und nach der Operation; um die Operation herum
Peritonealkarzinose
Tumorzellbefall des Bauchfells, häufig mit krankhafter Flüssigkeitsansammlung
in der Bauchhöhle (Aszites)
Peritoneum
Bauchfell; Schleimhaut, die alle Bauchorgane umschließt und die
Bauchhöhle auskleidet
perkutan
durch die Haut
PET
Positronen-Emissions-Tomographie; s. bei Nuklearmedizin
Phaeochromozytom
meist gutartige Erkrankung des Nebennierenmarks; bildet die Hormone Adrenalin
und Noradrenalin.
Pharmakokinetik
Verteilung im Körper, Verstoffwechselung und Ausscheidung eines Medikaments
Pharynx
Rachen
Pharynxkarzinom
Krebs im Rachenbereich
Photonen
Kleinster Energiebetrag, der in elektromagnetischen Wellen, z.B. Licht,
UV, Röntgen-, Gammastrahlen transportiert wird.
Phytotherapie
Behandlung mit Medikamenten pflanzlicher Herkunft.
Placebo
Scheinmedikament.
Plasma
der flüssige Bestandteil des Bluts, der nach Entfernung der weißen
und roten Blutkörperchen übrig bleibt
Plasmazellen
Spezialisierte B-Lymphozyten, deren Funktion die Antikörperbildung
ist
Plasmozytom
multiples Myelom, s.dort
plastische Chirurgie
Wiederherstellungschirurgie; Wiederaufbau (Rekonstruktion) oder chirurgischer
Ersatz von Körperteilen oder Organen aus funktionellen oder kosmetischen
Gründen
Plattenepithelkarzinom
Stachelzellkrebs, bösartiger Tumor der Haut oder Schleimhaut
Pleura
Brustfell; zwischen Lunge und Brustwand gelegen doppelte Schleimhaut,
die der Beweglichkeit der Lunge beim Atmen dient
Pleuraerguss
krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Spalt zwischen Lunge und Brustwand,
die zu Atemstörungen führen kann. Häufig bei Tumorbefall
der Pleura
Pleuramesotheliom
Bösartige Erkrankung des Brustfells
Pneumologie
Lungenheilkunde
Polychemotherapie
Behandlung mit verschiedenen Chemotherapeutika (Chemotherapie) mit unterschiedlichem
Wirkungsmechanismus.
Polyp
umschriebene gutartige Gewebswucherung der Schleimhaut, die als (häufig
gestielte) Vorwölbung in Erscheinung tritt (zum Beispiel Dickdarmpolypen).
Bestimmte Arten von Polypen können zu bösartigen Tumoren entarten
(FAP).
Polyposis coli
multiple, meist gutartige Geschwülste der Dickdarm- und Enddarmschleimhaut,
die entarten können. Die Anlage für diese Erkrankung (FAP) ist
vererblich.
Port
Zuführendes System, meist eine unter die Haut eingepflanzte Kunststoffkammer
mit Venenkatheter, um eine kontinuierliche Medikamentengabe zu ermöglichen
Portio
Gebärmuttermund
Positronen-Emissions-Tomographie
Rechnergestütztes, bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder von
Körperorganen herstellt, auf denen Stoffwechselvorgänge dargestellt
werden
postoperativ
nach der Operation.
Pouch
künstlich geschaffenes beutelförmigen Reservoir oder erweitertes
Hohlorgan, z.B. Ersatzblase
PR
Partielle Remission (Rückbildung), Teilremission
präoperativ
vor der Operation.
Präkanzerose
Gewebsveränderung, die eine unmittelbare Krebsvorstufe darstellt
Prävalenz
Häufigkeit einer bestimmten Erkrankung zu einem bestimmten Zeitpunkt
in einem definierten Kollektiv, meist die Gesamtbevölkerung
Prävention
Vorbeugung; Primärprävention: Verhütung von Krankheiten
durch Gesundheitsförderung und Ausschaltung schädlicher Einflüsse.
Als Sekundärprävention wird die möglichst frühzeitige
Erkennung und Behandlung von Erkrankungen bezeichnet
Primärtumor
zuerst entstandener Tumor; im Gegensatz zu Tochtergeschwülsten (Metastasen)
probatorisch
probeweise
Probeexision
Herausschneiden einer Gewebeprobe zu diagnostischen Zwecken
Prognose
wahrscheinliche zukünftige Entwicklung einer Erkrankung auf Basis
der bestehenden Befunde
Progression, progredient
Fortschreiten der Erkrankung
Proktitis
Entzündung des Enddarms; z.B. nach Bestrahlung im Beckenbereich
Proktologe
Facharzt, der sich auf die Behandlung von Enddarmerkrankungen spezialisiert
hat
Proktoskopie
Endoskopische Untersuchung mit Spiegelung des Enddarms und des Afterbereichs.
Proliferation
Vermehrung von Zellen oder Gewebe
Prophylaxe
Maßnahmen zur Verhütung von Erkrankungen, zum Beispiel durch
vorbeugende Behandlung oder Impfung
Prostata
Vorsteherdrüse; kastaniengroßes Organ, das direkt unterhalb
der Blase beim Mann die Harnröhre umschließt. Sondert Sekret
ab, das dem Samen beigemischt wird und damit die Beweglichkeit der Samenfäden
fördert.
Prostatahyperplasie, benigne
Gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata).
Prostatakarzinom
Krebs der Vorsteherdrüse
Prostatektomie
Operative Entfernung der Prostata
Protein
Eiweiß
Protokoll
Behandlungsprotokoll: Ablaufdefinition, z.B. Chemotherapieprotokoll; auch
Ablaufplan einer klinischen Studie zur Erforschung von Wirksamkeit und
Sicherheit einer Therapie
Proton
Positiv geladenes Elementarteilchen, Baustein von Atomkernen bzw. der
Kern des Wasserstoffatoms
PSA
Prostata-spezifisches Antigen.
Psychosomatik
Lehre von den körperlich-seelischen Zusammenhängen bei Erkrankungen.
pTNM
TNM-Einstufung einer Krebserkrankung nach Begutachtung von Tumorgewebe
durch den Pathologen
Punktion
Gewinnung von Flüssigkeit oder Zellen zu Untersuchungszwecken durch
Einstechen einer Kanüle